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Skilager (2012)

„Schneeflocken gehören zu den zartesten Kreaturen der Welt, doch was können sie nicht alles bewirken, wenn sie zusammenhalten.“

von Jana Branscheid

Vorfreude ist die schönste Freude, sagt man, doch das traf bei mir nicht ganz zu. Ehrlich gesagt, dachte ich gar nicht viel vor der ersten Klassenfahrt mit meiner Klasse, die ich erst seit diesem Schuljahr besuche - die 11S der Freien Ganztagsschule Milda. Die Klassenfahrt stand unter einer besonderen Überschrift und hieß dieses Jahr „Skilager“. Ich stand noch nie auf Skiern, erwartete Anstrengung, aber auch Spaß, wie der Großteil der Klasse. Wenn man jetzt in der Schule das Wort Skilager noch einmal in den Klassenraum wirft, gehen damit sofort Worte wie „super schön“ oder „sehr geil“ einher, und das hat einen guten Grund. Denn was ist schöner als Vorfreude? Genau. Wenn das, auf was man sich gefreut hat, alle Vorfreudevorstellungen übertrifft!

Aber beginnen wir von vorn. Am Montag, den 20.02.12, fuhren Herr Bergner, Frau Franz und ein paar freiwillige Eltern uns 11s-ler und Frau Jahn ins Schullandheim und Freizeitcamp Heubach im schönen und zu unserer Überraschung doch recht schneebedeckten Thüringer Wald. Es würde anstrengend werden, sich durch so viel Schnee kämpfen zu müssen, dachten sich wahrscheinlich alle, doch die meisten gaben sich kampflos ihrem Schicksal hin. Vielleicht aber unterließen sie den Protest auch, um ihre Kraft für die kommenden Tage nicht zu verschwenden.

Kaum angekommen und die Betten erkämpft, ging es nämlich auch schon zum Skiausleih und ersten Einlaufen. Die erste Loipe sahen wir mehr ganz aus der Nähe als aus dem Stand, aber das schult das perfekte Aufstehen ungemein, wie wir schnell bemerkten. Sobald wir einigermaßen mit den unnatürlichen und höchst behindernden, langen Brettern unter den Füßen vertraut waren und nachdem wir uns ein wenig gestärkt und ausgeruht hatten, lagen 8 km Simmersberg-Loipe vor uns, die wir alle ohne Knochenbrüche bewältigten. Am Abend genossen wir unsere Freizeit. Ob in den Herbergszimmern, im Bad, in der Sauna oder auch in einer nahegelegenen Kneipe, allen ging es gut.

Am zweiten Tag begaben wir uns auf eine Tour Richtung Masserberg. Unser Ziel war der Langertfelsen, auf dem wir einen Fotostopp einlegten. Am Nachmittag lief das „gewohnte“ Programm. Essen, ausruhen, wieder Simmersberg-Loipe. Diesmal allerdings schon sicherer, so dass manche sogar 2 Runden fuhren. Wir lebten uns so langsam ein und fühlten uns rundum wohl. Nein, halt, stopp. DER Tee. Es gab scheußlichen Tee, aber sonst fehlte es uns wirklich an nichts (außer manchen vielleicht ein wenig an Talent zum Skilanglauf – man wurde manches Mal doch an das Zitat von Ernst Vettori erinnert: „Wenn die Vögel mich fliegen sehen, gehen sie lieber zu Fuß“).

Mittwoch stand die einzige Ganztagstour auf dem Programm. Wir fuhren diesmal direkt bis nach Masserberg und erkundeten die Umgebung, ehe wir in einem Restaurant mittags aßen und uns ein wenig erholen konnten, bevor es die ganze Strecke wieder zurückging. Das ging jetzt zum Glück schon wesentlich schneller und unfallfreier als am ersten Tag. Am Abend ging wir bowlen. Die Stimmung war ausgelassen, alle haben sich super verstanden und es wurde viel gelacht. Donnerstagmorgen startete die letzte Skitour, da es zunehmend regnerisch war und man durch den Nebel kaum mehr seinen Vordermann erkennen konnte. Wir fuhren noch einmal 4 km in der Simmersberg-Loipe – diesmal auf Zeit. Am Abend machten zwei junge Leute aus dem Schullandheim eine kleine Jamsession. Wir wurden herzlich eingeladen mit Musik zu machen und Billard zu spielen und nahmen die Einladung natürlich dankend an.

Das war unser letzter Abend und ein schöner Abschluss. Außerdem hatte eine Schülerin am Freitag Geburtstag und dieses Musikzimmer bot eine geeignetere Alternative für uns alle zum Reinfeiern als unser 4-Bett-Zimmer. Alles und allem muss ich sagen, und alle Mitschüler haben mir das bestätigt, dass der Zusammenhalt innerhalb der Klasse unschlagbar ist. Ich habe meine Klasse näher kennengelernt und bin begeistert. Auch an die Lehrer soll zuletzt noch ein großes Dankeschön gehen. Sie waren immer freundlich, gut gelaunt und locker, wie man sich das eben wünscht als Schüler. Wenn man uns fragen würde, ob wir noch einmal in ein Skilager fahren wollen, würden wir auf jeden Fall JA sagen!!!

  Freie Ganztagsschule Milda, Dorfstraße 92, 07751 Milda
Telefon +49 (0)36422 63503, Telefax +49 (0)36422 63504